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Clay Workflow aufbauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für B2B-Outbound

Wie Sie einen Clay Workflow für automatisierte B2B-Leadgenerierung aufbauen: Waterfall Enrichment, Claygent Research, Personalisierung und Outreach-Integration.

CT
CegTec Team
27. März 2026

Was ist ein Clay Workflow?

Ein Clay Workflow ist eine Tabelle die automatisch Daten sammelt, anreichert und transformiert. Stellen Sie sich Excel vor, aber jede Spalte kann automatisch Daten aus dem Internet ziehen, APIs abfragen oder KI-Recherche durchführen.

Typischer Workflow:

Import (LinkedIn, CSV, CRM)
  → Enrichment (Email, Firmendaten, Tech-Stack)
  → AI Research (News, Pain Points, Personalisierung)
  → Personalisierung (Email-Entwurf pro Lead)
  → Export (Instantly, HeyReach, HubSpot)

Schritt-für-Schritt: B2B Outbound Workflow

Schritt 1: Leads importieren

Quellen:

  • LinkedIn Sales Navigator (via Chrome Extension)
  • CSV-Upload (bestehende Listen)
  • CRM-Import (HubSpot, Salesforce)
  • Clay’s eigene Datenbank

Tipp: Starten Sie mit LinkedIn Sales Navigator. Filtern Sie nach:

  • Branche, Firmengröße, Region
  • Rolle (VP Sales, Head of Marketing, CEO)
  • Stellenausschreibungen als Kaufsignal

Schritt 2: Waterfall Enrichment

Das Kernfeature von Clay. Statt eine Datenquelle zu nutzen, konfigurieren Sie eine Kaskade:

Email-Waterfall:

  1. Apollo.io (günstigste Credits)
  2. Hunter.io (gute Catch-All-Erkennung)
  3. Cognism (starke DACH-Daten)
  4. Dropcontact (EU-fokussiert)
  5. FullEnrich (Backup)

Firmen-Waterfall:

  1. Clearbit (Firmendaten, Tech-Stack)
  2. Apollo (Firmengröße, Funding)
  3. LinkedIn Company (aktuellste Daten)

Ergebnis: 85-95% Email-Trefferquote statt 60-70% mit einer einzelnen Quelle.

Schritt 3: AI Research mit Claygent

Claygent recherchiert automatisch pro Account. Beispiel-Prompts:

Aktuelle News:

“Finde die aktuellste Pressemitteilung oder News von {Firma} aus den letzten 3 Monaten. Gib eine Zusammenfassung in 1-2 Sätzen.”

Pain Point Identifikation:

“Basierend auf den Stellenausschreibungen und der Website von {Firma}: Welches Problem versuchen sie gerade zu lösen? Antworte in einem Satz.”

Wettbewerber-Check:

“Nutzt {Firma} bereits ein Tool für {Kategorie}? Prüfe die Website und Technologie-Daten.”

Personalisierungs-Hook:

“Finde einen konkreten, aktuellen Bezugspunkt für eine Sales-Email an {Vorname} bei {Firma}. Keine generischen Floskeln.”

Schritt 4: Email-Personalisierung

Mit den Research-Daten generiert Clay personalisierte Emails:

AI-Spalte mit Prompt:

Schreibe eine Cold Email an {Vorname} ({Rolle}) bei {Firma}. Nutze diesen Research: {Claygent-Output} Referenz-Ergebnis: {Case Study} Ton: Professionell, direkt, keine Floskeln. Max 4 Sätze. Schließe mit einer einfachen Ja/Nein-Frage.

Output-Beispiel:

{Vorname}, {Firma} hat kürzlich {konkreter Bezug aus Research}. Genau in dieser Phase hat {Referenz-Firma} ihren Outbound automatisiert — Ergebnis: {Ergebnis mit Zahlen}. Sinnvoll, wenn wir 15 Min. prüfen ob das für {Firma} passt?

Schritt 5: Export an Outreach-Tools

Clay exportiert fertige Leads direkt an:

  • Instantly — Email-Sequenzen starten automatisch
  • HeyReach — LinkedIn-Kampagnen starten
  • HubSpot — Kontakte werden im CRM angelegt
  • Webhooks — Beliebige Integration via n8n/Make

Best Practices

Credits sparen

  • Waterfall-Reihenfolge optimieren: Günstigste Quellen zuerst
  • Nur relevante Leads enrichen (Filter vor Enrichment)
  • Claygent-Prompts präzise formulieren (weniger Tokens = weniger Credits)

Datenqualität

  • Email-Verifikation als letzten Waterfall-Schritt
  • Duplikaten-Check vor dem Export
  • Bounce-Daten zurück in Clay importieren

Skalierung

  • Starten Sie mit 50-100 Leads pro Workflow
  • Erst nach Validierung auf 500-1.000 skalieren
  • Regelmäßig AI-Output reviewen

Typischer Credit-Verbrauch

AktionCredits pro Lead
Email-Waterfall (3 Quellen)3-5
Firmendaten-Enrichment1-2
Claygent Research2-5
AI Email-Generierung1-2
Gesamt pro Lead7-14

Bei Clay Starter ($149/Mo, 2.500 Credits): ca. 180-350 Leads/Monat Bei Clay Explorer ($349/Mo, 10.000 Credits): ca. 700-1.400 Leads/Monat

Fazit

Ein Clay Workflow verwandelt eine LinkedIn-Liste in personalisierte, versandbereite Outreach-Kampagnen — automatisch. Der Aufwand liegt im initialen Setup (2-4 Stunden). Danach laufen neue Leads in Minuten durch die Pipeline. Für B2B-Teams die ernsthaft skalieren wollen, ist Clay die zentrale Plattform auf der alles aufbaut.

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Häufige Fragen

Was ist Clay und wofür brauche ich es?

Clay ist eine Enrichment- und Automatisierungsplattform für B2B-Outbound. Es kombiniert 75+ Datenquellen (Waterfall Enrichment), KI-gestützte Account-Recherche (Claygent) und Workflow-Automatisierung in einem Tool. Clay ist die 'Intelligence Layer' zwischen Ihren Datenquellen und Outreach-Tools.

Was kostet Clay?

Clay Starter: $149/Monat (2.500 Credits). Clay Explorer: $349/Monat (10.000 Credits). Clay Pro: $800/Monat (50.000 Credits). Credits werden für Enrichment-Anfragen und AI-Calls verbraucht. Ein typischer B2B-Workflow verbraucht 5-15 Credits pro Lead.

Was ist Waterfall Enrichment?

Waterfall Enrichment fragt mehrere Datenquellen nacheinander ab, bis die gewünschte Information gefunden wird. Statt sich auf eine Quelle zu verlassen (z.B. nur Apollo), prüft Clay erst Apollo, dann Cognism, dann Hunter, dann weitere Quellen — bis die Email verifiziert ist. Das erhöht die Trefferquote von ~60% auf ~90%.

Was ist Claygent?

Claygent ist Clays KI-Agent der automatisch im Internet recherchiert. Sie geben eine Aufgabe wie 'Finde die aktuellste Pressemitteilung dieses Unternehmens' und Claygent durchsucht Websites, News und LinkedIn um die Antwort zu finden. Ideal für automatisierte Account-Recherche.

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